Die Drachen - Scherben der Ahnen

Die Drachen

Die Drachen

Auszug aus dem „neunten Kompendium“ von Drogbur Bulduar – Hoher Magistrat des Magierordens – Drittes Zeitalter

Die Drachen sind die wohl ältesten Geschöpfe in Alandria. Zumindest, von denen wir wissen. Seit Anbeginn der Zeit, so wird es seit jeher erzählt, sind sie die Wahrer allen Lebens auf dieser Welt. Sie gelten aus unsterblich und doch waren ihre Verluste so zahlreich und gravierend, dass heute kaum noch welche existieren. Zumindest ist dies die allseits verbreitete Überzeugung. Hierzu muss sich aber immer wieder vor Augen führen, dass diese majestätischen Wesen in der Lage sind die Gestalt von anderen Lebewesen anzunehmen. Bevorzugt treten sie dann in Form von Elfen in Erscheinung. Allerdings gibt es Berichte von allen Völkern, dass in ihrer Mitte bereits einmal ein Drache war.

Die Magie der Drachen ist bis heute ein Rätsel. In ihrer Drachengestalt sind sie unglaublich mächtig und wirken wie eins mit der Magie. Können jedoch keine Zauber weben. Für den Kampf allerdings bleibt ihnen ihr magisch verstärktes Feuer und die ungeheure Kraft dieser Wesen. In Gestalt von Menschen oder Elfen beispielsweise sind es versierte Magier, die ihresgleichen suchen.

Meine bisherigen Versuche einen Drachen zu finden, um diesen über ihr eigenes Volk zu befragen, blieben erfolglos. Sie halten sich äußerst bedeckt und nur ganz wenigen wird hin und wieder das Privileg zu Teil, dass sich der Drache offenbart. Und diejenigen, die diese Ehre hatten, hüllen sich danach zumeist in Schweigen. Hinzu kommt, dass diese wenigen Auserwählten auch meistens nichts über das Volk der Drachen erfahren haben, sondern lediglich in der Magie unterwiesen wurden oder ähnliches.

Aus Streitereien unter den Völkern in Alandria halten sie sich generell heraus. Zwar wäre es für sie wahrscheinlich ein Leichtes einen bevorstehenden Konflikt noch im Qualm zu ersticken, jedoch verzichten sie auf jegliche Einmischung. Ich erkläre mir das so, dass sie vermeiden wollen das Ziel der Aggression von Geschöpfen zu werden, die sie zu beschützen versuchen. Oder vielleicht ist es in den Augen eines Drachen auch einfach nicht der Mühe wert sich in einen Konflikt, der im Vergleich zu ihrem Lebensalter nur einen Wimperschlag darstellt, einzumischen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass wir ohne diese großen Geschöpfe wohl nicht mehr auf dieser Welt wandeln würden.

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