Die Kaldaraner - Scherben der Ahnen

Die Kaldaraner

Die Kaldaraner

Auszug aus dem „vierten Kompendium“ von Drogbur Bulduar – Hoher Magistrat des Magierordens – Drittes Zeitalter

Die Kaldaraner sind wohl eines der faszinierendsten und gleichzeitig kleinsten Völker in Alandria. Ihr Ursprung ist weiterhin äußerst ungeklärt. Während des dunklen Krieges waren sie nahezu ausgelöscht, erholten sich danach aber wieder zusehends. Als ihre wichtigsten Städte, die es je in Alandria gab, kann man Kaldaron und Uteria zählen. Im Schnitt erlangt ein Kaldaraner ein stolzes Alter von mindestens 2000 Jahren. Die meisten offiziellen Ämter, sowie selbst die des Königs, darf immer erst mit der Vollendung des 500sten Lebensjahres wahrgenommen werden. Zuvor, so die Auffassung dieses Volkes, ist man noch nicht Weise genug, um die Verantwortung gewissenhaft zu tragen. Ihre wohl größte Fähigkeit ist unter Wasser zu atmen, da sie Kiemen haben wie viele andere Meeresbewohner auch.

Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sie sich seit jeher in der Geschichte hauptsächlich an großen Seen, bevorzugt aber am Meer selbst angesiedelt haben. Ich durfte einmal miterleben wie einer dieser Artgenossen geschwommen ist und ich muss zugeben, dass selbst jemand mit hinzuziehen von Magie kaum hätte schneller schwimmen können. Den Kaldaranern kann man ohne weiteres Zögern nachsagen, dass sie wohl seit jeher eine sehr zurückhaltende Rolle in Alandria übernommen haben. Zwar sind sie jederzeit sehr hilfsbereit, aber stecken in der Regel lieber zurück als ihr Gegenüber zu verärgern. Allerdings bedeutet dies nicht, dass diese Wesen nicht in der Lage wären zu kämpfen. Einmal in diesen Zustand versetzt sind sie äußerst mächtig. Zwar gibt es noch keine Berichte über Kaldaraner, die die Zauberkunst im klassischen Sinne erlernt hätten, doch dafür haben sie eine verstärkte Verbundenheit zum Licht und zu den Elementen, durch welche sie wirken und ihre Kräfte beziehen.

Und ich denke jeder, der bereits einem Paladin, Priester oder Schamanen der Kaldaraner begegnet ist, wird dies ausnahmslos bestätigen können. Aber auch als Krieger und Jäger sollte man sie tunlichst nicht unterschätzen. Allein schon ihrer Größe wegen, da sie im Schnitt die gleiche imposante Höhe der Elfen erreichen, dafür aber deutlich stämmiger und kräftiger gebaut sind. Als Heer treten sie nur selten auf, aber wenn sie dies gebündelt und vorbereitet tun, so belegen Berichte vergangener wichtiger Schlachten, dass diese Macht ihresgleichen sucht. Als viel wichtigere Säule sehen die Kaldaraner allerdings den Handel, den sie rege betreiben. Sie sind bekannt dafür stets einen Handel anzustreben, in dessen Abschluss beide Seiten einen Vorteil haben. Gleichgewicht und Frieden ist stets ihr höchstes Ziel. Selbst ihren Feinden reichen sie stets die Hand. Ihre grundlegende Überzeugung ist, dass jedes Volk und jede Rasse sich zu einem friedlichen Leben nebeneinander bewegen lässt.

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